Blitzlichtgewitter: Lehrreiche Doppelstunde für den Fachbereich Physik


Osterode am Harz, 20. Juli 2015

 

Wird elektrischer Strom verbraucht? Mit dieser Frage beschäftigten sich jüngst die beiden achten Klassen der Realschule auf dem Röddenberg. Jutta Becker, Fachleiterin für Physik, und Klassenlehrer Torsten Kilos thematisierten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in diesem Halbjahr das Ohmsche Gesetz, die elektrische Spannung und den sicheren Umgang mit Strom. Da in diesem Zusammenhang auch Aspekte wie Ökonomie und Kosten eine wichtige Rolle spielen, griff die Realschule auf die Unterstützung des Kooperationspartners Harz Energie zurück.

 

Dass Strom nämlich auch Geld kostet, verdeutlichte Stefan Lummer, Abteilungsleiter der Netzwirtschaft bei der Harz Energie Netz GmbH, den Schülern im Rahmen ihres Physikunterrichts. Vom Elektrizitätswerk über Hochspannungsleitungen bis hin zum eigentlichen Gerät erklärte Lummer den beiden achten Klassen die Stromgewinnung und den -verbrauch. Dabei verstand er es auf erfrischende Art und Weise, die Schüler immer wieder in den Unterricht miteinzubinden.

 

Wie passend, dass gerade an diesem Vormittag ein kräftiges Gewitter heraufzog. „Wieviel Elektrizität steckt eigentlich in so einem Blitz?“, wollte Stefan Lummer von den Schülern wissen. Diese machten allerdings bloß lange Gesichter – wohl nicht zuletzt auch aufgrund der großen Hitze. Ganz so einfach ließ sich die Frage auch nicht beantworten – immerhin sei der Wert nicht konstant. Die Kraft, die hinter einer solchen Funkenentladung steckt, sei selbst für Lummer immer wieder faszinierend. „Die Stromstärke beträgt im Durchschnitt etwa 20.000 Ampere. Zum Vergleich: Eine Stromleitung im Haushalt wird in der Regel mit 16 Ampere abgesichert“, so Lummer.

 

Besonders informativ war für die Realschüler der achten Klassen der Verbrauch einzelner Haushaltsgeräte – Playstation, Computer und Glätteisen können im Haushalt zu regelrechten Stromfressern werden. Auch wenn der sparsame Umgang mit Strom schon längst in den Köpfen verwurzelt ist: das Licht wird doch schon eher einmal mehr ausgeschaltet als der Fernseher.

 

Zwei Schulstunden wurden die Schüler der Kooperationsschule der Harz Energie in die Thematik der Stromkostenabrechnung eingeführt. Abschließend zog Fachleiterin Jutta Becker ein überaus positives Fazit. Weitere Veranstaltungen dieser Art seien durchaus denkbar. „Die Schüler haben viel aus der Doppelstunde mitgenommen – und das Gewitter kam wie bestellt!“, resümiert Becker.

 

Die Bildungspartnerschaft zwischen der Realschule auf dem Röddenberg und Harz Energie besteht seit nunmehr zwei Jahren. Raus aus dem Schulalltag und reinschnuppern in die Berufspraxis - das ist eines der Ziele, die Schule und Unternehmen mit ihrer Zusammenarbeit anstreben. Harz Energie lädt die Schüler zu Betriebsbesuchen und Praktika, veranschaulicht  technische und physikalische Zusammenhänge in der Lehrwerkstatt und gibt Hilfestellung bei der Berufsorientierung.

Stefan Lummer, Bereichsleiter der Netzwirtschaft, von der Harz Energie Netz GmbH führte die Realschüler in die Thematik der Stromkostenabrechnung ein.