Bienvenue chez nous, l'énergie de Harz


Osterode, 01. Oktober 2015

 

Nicht zum ersten Mal begrüßte Jan Mohr, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei der Harz Energie GmbH & Co. KG, eine Besuchergruppe, die das regionale Unternehmen einmal näher kennenlernen wollte. Dennoch gab es eine Premiere: die herzlichen Worte zur Begrüßung wurden nicht wie gewohnt auf Deutsch an die Gäste gerichtet.

„Bienvenue chez nous, l'énergie de Harz“. Die sechs Senegalesen, die am vergangenen Donnerstag den regionalen Energieversorger in der Hauptverwaltung in Osterode besuchten zeigten sich sichtlich überrascht, als sie in ihrer Muttersprache begrüßt wurden. Tobias Rusteberg, Studienrat und Projektinitiator, beschrieb dies als eine „tolle Geste“ und dankte dem Unternehmen für den freundlichen Empfang und die kontinuierliche und wichtige Unterstützung.

Ausgangspunkt des Besuchs ist das Senegalprojekt des Tilmann-Riemenschneider-Gymnasiums in Osterode, welches seit 2013 von Harz Energie unterstützt wird. Entsprungen aus der Suche nach französischen Brieffreunden für die Schüler des TRG hat sich inzwischen eine feste Schulpartnerschaft zwischen dem Osteroder Gymnasium und zwei Schulen in Kaolack entwickelt.

Nach einer Begegnungsreise im letzten Jahr stand nun der zweite Besuch von sechs Schülerinnen und Schülern im Alter von 15 bis 18 Jahren und ihrer Lehrkraft Herrn Elhadj Diouf in Osterode an. Seit dem 21. September wohnen die Schüler aus Kaolack für zweieinhalb Wochen in Gastfamilien, nehmen am täglichen Unterricht teil und lernen mehr über die Themen Arbeitswelt und Ökologie.

Während ihrer zweiten Woche in Deutschland freute sich Harz Energie darüber, die Schüler aus dem Senegal auch persönlich willkommen heißen zu dürfen. Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens erfuhren die Gäste allerhand Wissenswertes über die Ausbildungsmöglichkeiten bei dem regionalen Energieversorger.

Da bei dem Besuch vor allem das Kennenlernen der Arbeitswelt und von Ausbildungsberufen im Vordergrund stand, besichtigten die Schüler unter anderem die Ausbildungswerkstätten. Hier bestand die Möglichkeit mit Simon Pautsch, Auszubildender als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, und Kevin Osterburg, Auszubildender als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, ins direkte Gespräch zu kommen. Die Senegalesen nutzten die Gelegenheit und informierten sich über die verschiedenen Tätigkeitsfelder und darüber, wie die Ausbildung in Deutschland organisiert ist.

Siegfried Ahlborn, technischer Ausbildungsverantwortlicher, gab einen kurzen Einblick in das Labor, in dem Wasserproben direkt ausgewertet werden können. Dass Wasserleitungen in Tiefen von bis zu 1,20 Meter verlegt werden, um sie vor dem Einfrieren zu schützen, war für die Besucher aus Afrika ungewöhnlich. Temperaturen im Harz von bis zu -20 °C für sie unvorstellbar.

Einen Einblick in die Netzleitstelle - das Herzstück des Unternehmens - gab Ralf Antes, zuständig für das Netzmanagement. Ein Schmunzeln konnten sich Elhadj Diouf und seine Schüler nicht verkneifen, als von durchschnittlichen Stromausfallzeiten im Jahr pro Endkunde gesprochen wurde. Denn während diese in Deutschland bei circa 12,28 Minuten liegt, habe man laut Diouf in der Hauptstadt Dakar beinahe täglich Stromausfälle.

Mit einem bleibenden Eindruck und fasziniert von der technischen Komplexität der Netzleitstelle endete der informative Nachmittag für die Besuchergruppe.

Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Jan Mohr begrüßt die Gäste aus dem Senegal im Hause der Harz Energie GmbH & Co. KG und gibt einen kleinen Einblick in das Unternehmen.

Simon Pautsch, Auszubildender als Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik im dritten Lehrjahr, führt die Gäste durch die Ausbildungswerkstatt.

Ralf Antes, zuständig für das Netzmanagement, stellt das Herz des Unternehmens vor: die Netzleitstelle.

Gruppenfoto am Ende des informativen Nachmittages.