Übernahme der Stromnetze bestens vorbereitet!


Osterode, 25. November 2015

Zum Jahresbeginn 2016 übernimmt die Harz Energie Netz GmbH (HEN) die Stromverteilnetze für den Flecken Gieboldehausen, Katlenburg-Lindau, Krebeck, Rhumspringe, Wollbrandshausen und Wollershausen. Die Vorbereitungen für die Netzübernahme laufen derzeit auf Hochtouren.

Oberste Priorität haben dabei die Mittelspannungsleitungen. „Das sind die Schnittstellen, an denen die Stromübergabe aus dem Netz der Energie Netz Mitte (ENM) in unseres erfolgt“, erläuterte Thomas Preiß, verantwortlich für das Netzmanagement beim regionalen  Netzbetreiber. Aktuell baut ein Team des Messstellenbetriebs dafür die Messeinrichtungen an den Übergabepunkten in den 30 Ortsnetzstationen auf.  Außerdem werden in der Schaltstation Berka die Kommunikationsverbindungen für die Anbindung an die Leitstelle in Osterode installiert. Hier wiederum ist die Topologie des übernommenen Netzes im Leitstellensystem aufzubauen.

Auch hinter den Kulissen wird mit Hochdruck auf den Jahreswechsel hingearbeitet. So müssen Tausende von bereitgestellten Datensätzen zu Zählern, Anlagen und Netzen in die Harz Energie-Systeme migriert und eingepflegt werden, damit ein reibungsloser Übergang erfolgen kann.

Vom eigentlichen Übergang werden die Kunden dann jedoch nichts mitbekommen. Der Betriebsübergang vom nordhessischen  Netzbetreiber auf die Harz Energie Netzgesellschaft erfolgt bereits einen Tag vor dem Jahreswechsel am 30.12.15. Auf diesen Termin haben sich beide Unternehmen einvernehmlich geeinigt.  

Die Weichen für den Wechsel des Netzbetreibers hatten die Räte der Gemeinden bereits 2011 gestellt, als sie die Stromnetzkonzessionen an die Harz Energie Netzgesellschaft vergaben. Doch erst Jahre später konnten sich das regionale Unternehmen mit dem bisherigen Netzbetreiber Energie Netz Mitte (früher E.ON Mitte) über die Modalitäten der Netzübernahme einigen. Strittig waren bis zu Letzt der Umfang der zu übergebenden Netze und der Kaufpreis.

Für Preiß schließt sich mit den Netzübernahmen im Eichsfeld und Katlenburg-Lindau der Kreis: „Künftig können die Strom- und Gasnetze der Gemeinden aus einer Hand betreut werden. Davon profitieren Gemeinden und Bürger gleichermaßen, weil wir im Störungsfall vor Ort und schnell erreichbar sind.“ Dafür stehen künftig auch Netzmeister Marc Barke aus Hattorf und der Elektroniker Manuel Kellner aus Bilshausen bereit. Beide kennen sich in der Region bestens aus und sind speziell für die neuen Netzgebiete zuständig.

Für 148 Städte und Orte im Harz, Harzvorland und Eichsfeld ist die Harz Energie Netz GmbH Partner für eine umweltgerechte Energie- und Trinkwasserversorgung. 170 Mitarbeiter betreuen derzeit ein Stromnetz mit einer Länge von rund 5200 km, ein Gasnetz von rund 2600 km und ca. 1.100 km Trinkwassernetz. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen  39,13 Mio. Euro für den Erhalt und den Ausbau der Netze und Anlagen investiert, hinzukommen die Ausgaben für Instandhaltung. Davon profitieren auch die Betriebe der Region, da Aufträge überwiegend an Unternehmen vor Ort vergeben werden.